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Tölzer Hütte und Schafreuter

29.05.2026

Ab Fall über das Krottenbachtal und die Tölzer Hütte auf den Schafreuter 2101m (6,5 Std., 1390 Hm im Aufstieg, 340 Hm im Abstieg); Tag 2 über Grasköpfl, Pirschschneid und Gammersberg zurück nach Fall (6,5 Std., 400 Hm im Aufstieg, 1450 Hm im Abstieg);

TL: Birgit
TN: 5
Text: Corina
Fotos: Akbar, Bahram, Birgit

Überraschend (!) verlängerte Stammstreckensperre bei der Münchner S-Bahn, Brennerblockade mit drohenden Rückstaus bis auf die Nebenstrecken, noch keine Busverbindung in die Eng - verkehrstechnisch standen die Zeichen eher schlecht für eine Bergtour an der Grenze zu Tirol. Sechs Bergfreunde haben‘s trotzdem gewagt und mit ein bisschen Kreativität und Ausdauer auch ins Karwendel geschafft.

Ausdauer brauchten wir auch für den ersten, ca. 10 km langen Wegabschnitt von Fall ins hintere Krottenbachtal, der uns aber dank interessanter Gespräche und schöner Tiefblicke in die Klamm nicht langweilig wurde. Im Talschluss wurde es dann ernst: 600 hm in steilen Serpentinen bei hochsommerlichen Temperaturen und mit ziemlich schweren Rucksäcken hoch zum Delpssee... Wir haben‘s alle geschafft und überlebt, und der See war entgegen einiger Befürchtungen auch weder verlandet noch ausgetrocknet. Still, romantisch und eiskalt lag er da, so wie sich‘s für einen anständigen Bergsee gehört. Zwei von uns nutzten die Gelegenheit für eine (sehr) kurze Abkühlung im Wasser, die Gämsen über uns haben höflich weggeguckt.

Wieder auf Normaltemperatur ging‘s weiter zur Tölzer Hütte, und weil wir so schön in Schwung waren nach kurzem Boxenstopp gleich weiter auf den Schafreuter. Der Rundumblick bei überraschend klarer Sicht war überwältigend und wir hätten am Gipfel fast die Zeit vergessen.

Irgendwann trieb uns dann aber doch der Hunger wieder runter zur Hütte, wo wir grade noch das Abendessen erwischt haben.

Nach den fast 1400 hm vom Vortag ließen wir es am nächsten Morgen gemütlich angehen und schlenderten über die Moosenalm Richtung Grasköpfl. Dann wurde es wieder spannend - auf teilweise ausgesetztem Weg ging es hoch zum Gipfel und nach wohlverdienter Rast weiter an der Ostflanke des Grammersbergs zurück nach Fall.

Dort entschieden wir uns noch für einen Abstecher zum Sylvensteinspeicher, der (zumindest von den Herren) ebenfalls für badetauglich befunden wurde.

Zum Abschluss und als Belohnung für die 16 Tageskilometer gab‘s dann für alle noch ein Eis oder Kaltgetränk in Lenggries. 

Eine rundum gelungene Tour an einem traumhaft schönen Bergsommer-Wochenende - vielen Dank an Birgit für die perfekte Leitung und Organisation!