Am Hochlantsch | © Bergfreunde München

Genusstouren in der Oststeiermark 2026

27.06.2026

Vom 31. Mai - 05. Juni 2026 verbrachten wir ereignisreiche und schöne Tage in der Steiermark. 

Bei strahlendem Sonnenschein trafen wir uns zu Beginn beim Gleisdorfer Gartenfest und genossen die ersten steirischen Köstlichkeiten. Anschließend lud uns Ernst in seine Wohnung ein, wo wir auf vielen Fotos einen Teil seines sehr aktiven Lebens ansehen konnten. 

Daraufhin fuhren wir zum ersten Mal zum Weingut Maurer, das zwar noch nicht geöffnet hatte, wo wir aber einen riesigen Feigenbaum und die wunderschönen Rosen bestaunten, die die Weinreben schützen, während Ernst uns einen Platz für den letzten Abend sicherte.

Am nächsten Tag machten wir uns in die Südoststeiermark nach Klöch auf, wo wir eine schöne Wanderung in den Weinbergen unternahmen, die bei einer Weinprobe in der Vinothek Klöch endete. Auf der Rückfahrt besuchten wir die imposante Riegersburg, zu der Klettersteige bis zur Kategorie F führen.

Wichtiger war aber das Geburtshaus von Ernst, an dem wir auf der Weiterfahrt zu seinem Neffen und dessen Frau vorbeifuhren. Bei seinem Neffen genossen wir nicht nur selbst hergestelltes Kernöl mit Brot, sondern besichtigten auch den großen Partyraum und die wunderbare Werkstatt, in der besonders Wolfgang das Herz aufging. Im Fahrrad- und Motorradraum stand sogar noch eine Puch aus dem Jahr 1954. Einige nahmen schließlich mehrere Flaschen Kernöl mit und alle bekamen Kürbiskerne aus eigener Ernte geschenkt. 

Am Folgetag stiegen wir auf den Hochlantsch (1720 m), wo wir einen wunderbaren Steinbock mit riesigen Hörnern bewundern konnten, bevor wir auf dem Gipfel einen weiten Ausblick über mehrere Bergketten hatten. Anschließend besuchten wir eine Alm mit dem mehrdeutigen Namen "Steirischer Jokl", von der aus Ernst und Wolfgang zu einer schnuckeligen Wallfahrtskirche abstiegen, während wir es uns gut gehen ließen. Abends stießen wir dann in der Kirchtavern in Gleisdorf auf die gelungene Wanderung an.

 

Am Mittwoch regnete es wie aus Kübeln, was eine gute Gelegenheit war, zuerst die Essig- und Schnapsmanufaktur Gölles mit Essig- und Edelbrandverkostung sowie mit anschließendem Shopping zu besuchen. 
Dann wartete schon die nächste Manufaktur auf uns: Die Erlebniswelt in der Schokoladenmanufaktur Zotter: all you can eat und all you can imagine. Mit einem Verkostungslöffel probierten wir Schokolade in (fast) jeder Konsistenz und Geschmacksrichtung, aber leider reicht der Platz hier nicht, um alle Sorten zu beschreiben. Zum Schluss standen wir vor Running Chocolate, vor einem kapriziösen Roboter, der die ausgewählte Schokolade kreativ präsentierte sowie vor einer Station zur Kreation individueller Schokolade, die nach 40 Minuten abgeholt werden konnte. Zum Glück gab es hinter der Manufaktur einen Tierpark, in dem wir einen ausführlichen Digestif-Spaziergang unternehmen und u. a. Wasserbüffel und Kängurus bestaunen konnten. Nach dem obligatorischen Schokoladen-Shopping fuhren wir dann wieder zu unserer Unterkunft Dokl und verzichteten zum Glück auf die zunächst angedachte Schinkenverkostung.

Die Wolken hatten sich schließlich ausgeregnet und der Sonne wieder Platz gemacht, so dass wir am Donnerstag bei strahlendem Sonnenschein durch einen wunderschönen Wald zur Ringwarte bei Hartberg wandern konnten. Dies ist ein 30 Meter hoher Holzturm auf dem Ringkogel (789 m) von dem aus wir einen abwechslungsreichen Rundumblick hatten, u. a. bis zum Dreiländereck Österreich, Ungarn, Slowenien.
Abends ließen wir die eindrucksvolle Woche in der hervorragenden Buschenschank Maurer ausklingen und genossen bei gutem Wein und reichlichen Jausen den Blick in die Abendsonne.
Auf dem Weg nach München wurde schließlich noch die größte Tropfsteinhöhle Österreichs besichtigt, die Lurgrotte nördlich von Graz.
Wir alle danken Ernst ganz herzlich für die erlebnisreiche Woche. 

Heike