Ich war an diesem Wochenende als Gast eingeladen und habe mich von Anfang an sehr willkommen gefühlt. Gerade das hat diese zwei Tage für mich so besonders gemacht: die offene, herzliche Atmosphäre, die schönen Gespräche und das Gefühl, in einer Runde unterwegs zu sein, in der man sich schnell wohlfühlt.
Schon die Unterkunft hat viel zum besonderen Charakter dieses Wochenendes beigetragen. Die Selbstversorgerhütte der Sektion Kampenwand in Niederbreitenbach in Tirol ist sehr liebevoll renoviert und bietet eine gelungene Mischung aus Tradition und Komfort. Man spürt dort einerseits den ursprünglichen Charme eines traditionsreichen Hauses und genießt zugleich eine Atmosphäre, in der man sich sofort zuhause fühlen kann. Gerade dieses harmonische Zusammenspiel hat den Aufenthalt für mich besonders angenehm gemacht.
Am Samstag, den 28. März, starteten wir von der Hütte zu unserer Tour auf das Höhlensteinhaus auf 1.233 Metern. Bei herrlichem Kaiserwetter und einer fast märchenhaft-romantischen Schneekulisse war schon der Aufstieg ein echtes Erlebnis. Mit knapp 900 Höhenmetern war die Tour durchaus sportlich, aber gut machbar und gerade deshalb umso schöner. Gemeinsam Schritt für Schritt durch diese beeindruckende Landschaft zu gehen, die frische Luft zu spüren und dabei immer wieder die wunderbare Aussicht zu genießen, war für mich einer dieser Momente, in denen einfach alles passt.
Besonders schön war für mich aber nicht nur die Tour selbst, sondern auch das Miteinander. Ich habe mich sehr darüber gefreut, so viele tolle und interessante Mitwanderer kennenzulernen. Es sind genau diese Begegnungen, die ein Wochenende in den Bergen zu etwas ganz Besonderem machen.
Ein echtes Highlight war dann der Abend in der Hütte: das gemeinsame Zubereiten des Essens, das gemütliche Beisammensein am Kamin und die vielen leckeren persisch-internationalen Spezialitäten, die mit viel Liebe auf den Tisch kamen. Es war eine wunderbar warme, lebendige und zugleich entspannte Stimmung — mit gutem Essen, schönen Gesprächen und viel Lachen. Für mich war das einer der Momente, in denen man spürt, wie wertvoll solche gemeinsamen Wochenenden sind.
Nach einer sternenklaren Nacht begann der Sonntag mit einem zünftigen und ausgiebigen Frühstück. Auch dieser Morgen hatte etwas ganz Besonderes: ein bisschen Ruhe, ein bisschen Wehmut und gleichzeitig die Dankbarkeit für die vielen schönen Eindrücke und Begegnungen. Der Abschied fiel dann entsprechend mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits, weil dieses schöne Wochenende schon wieder vorbei war — andererseits, weil ich sehr hoffe und eigentlich sicher bin, dass wir uns im nächsten Jahr wiedersehen.
Für mich war dieses Wochenende aber noch in einer weiteren Hinsicht besonders: Es hat für mich ganz persönlich die Wandersaison 2026 eingeläutet. Nach diesen zwei Tagen in so schöner Umgebung, mit so netten Menschen und vielen besonderen Momenten, freue ich mich jetzt umso mehr auf weitere Wanderungen in den kommenden Monaten. Dieses Wochenende war für mich Inspiration und Auftakt zugleich.
So bleibt Niederbreitenbach für mich als eine besonders schöne Erinnerung: wegen der herrlichen Bergkulisse, der gemeinsamen Tour, des guten Essens am Kamin, der liebevoll renovierten Hütte und vor allem wegen der Menschen, die diese zwei Tage so herzlich und besonders gemacht haben.
Hanno