Tag 6 Freitag, den 07.08.26
Tag des Abstieges und sich Verabschiedens
Im reizvollen Ahrntal begann die heutige Etappe, die zuerst auf dem Lausitzer Höhenweg verläuft. Dieser ist zwar ein alpiner Steig, der auch höchste Konzentration erfordert, jedoch keine großen Höhenunterschiede aufweist. Der wunderbare Ausblick ins Ahrntal lädt immer wieder zum Staunen und Verweilen ein. Nach ca. 3 Stunden erreichten wir die ehemalige Neugersdorfer Hütte (2.567 m), die heute als Finanzwache dient und nicht mehr allgemein zugänglich ist. Weiter ging es auf dem Lausitzer Höhenweg bis zur Abzweigung des Steiges, der hinauf zum Heilig-Geist-Jöchl (2658 m) führt. Dort betritt man wieder österreichischen Boden. Von hier oben hatten wir bereits den Speichersee im Blick, unser heutiges Endziel. Bis dahin hatten wir noch ein paar Stunden zu gehen, wieder begleitet von Plattenwegen, weichem Wiesengrund und zuletzt noch einer Schotterstraße.
Unsere Idee war, den Bus von der Haltestelle „Staumauer“ bis zu unserem Auto zu nehmen. Doch daraus wurde nichts, denn der Busverkehr wurde eingestellt, nachdem einen Abend zuvor ein heftiges Gewitter begleitet mit starkem Regen eine Mure hat abgehen lassen und somit die Straße blockierte. Ja, so blieb uns nichts anderes übrig, als die letzten 400m doch noch selbst abzusteigen, was dann mit insgesamt 760 hm rauf, 1600 hm runter und 21 km zu Buche schlug und uns bereits viele Gewitterwolken nichts gutes voraussagten.
Tatsächlich kamen wir am Ende der Wanderung noch in den Genuss !!! eines Gewitters mit starkem Regen, aber die Laune ließen wir uns dadurch nicht vermiesen. Nachdem wir unsere nasse Kleidung gegen trockene getauscht hatten, fuhren wir die Mautstraße raus (rein durfte man schon gar nicht mehr) und konnten dabei noch einen Rest des Murenabganges sehen: wieder waren wir erstaunt über die Naturgewalt
Wetter: hat bis kurz vor Schluss wunderbar gehalten, somit haben die Teilnehmer/innern wettertechnisch wirklich alles gegeben
Fazit: Es war eine wunderbare Bergtour mit all seinen herrlichen Fazetten
Ein großer Dank gilt Franz, der alles so gut geplant und uns stets gesund von Hütte zu Hütte geführt hat.
Einen passenden Abschluss der Tour erlebten wir dann im Restaurant Zenzer-Wirt in Hippach und fuhren schließlich auf die Vorfreude, wieder im eigenen Bett und ohne nennenswerte Nebengeräusche :-) schlafen zu dürfen, nach Hause.
Sigrid