Tourenleitung: Karin Reußwig
Teilnehmer: Bahram, Brigitte, Sigrid, Mirjam, Renate, Reinhard
Bilder und Text: Reinhard
Disclaimer: nicht aus Geltungssucht des Verfassers, sondern auf ausdrücklichen Wunsch und Initiative der Tourenleiterin ergeht der folgende Artikel - im alten Ägypten war der Schreiber ein gut bezahlter (hier nicht zutreffend) Beruf, das hatte aber andere Gründe ...
Jedenfalls: "Von der Ems bis an die Neiße, überall ist das Wetter sch...ön" (Otto Waalkes). Die Voraussetzungen für Karins Tour zum Klausenberg waren das Gegenteil von gut, die Tage zuvor hat's durchgeregnet, heute sollen Aufhellungen möglich sein (diese Formulierung kenne ich aus früheren Zeiten). Immerhin scheint am Giesinger Bahnhof beim Wegfahren die Sonne, zumindest manchmal.
Am Ziel eingetrudelt, ist dann der erste längere Marsch der zum Parkautomaten, der Platz ist riesig, kein einziges Auto steht da: gibt's den Ausdruck "Undertourism" auch?
Wir steigen auf der anderen Straßenseite auf dem Weg die Waldflanke hinauf - der Steig ist gleichzeitig Karins "Patenkind", es ist ja das Arbeitsgebiet der Bergfreunde, sie will sich zukünftig um diesen Abschnitt kümmern. Wir fangen gleich damit an: alle Ablaufrinnen sind vollgeräumt von Laub und Schotter vom Weg, man sollte sie mal wieder freikratzen. Die Ausrede "wir haben ja kein Werkzeug dabei" gilt nicht, ein paar Knüttel, die man zweckentfremden kann, finden sich am Weg, auch das Handy zur ausführlichen Dokumentation hat heute ja jeder dabei (Bürokratie, Bürokrata). Lediglich die ursprüngliche Absicht, eigentlich ja eine Bergtour machen zu wollen, setzt dem Tatendrang Grenzen, auch geht Brücken reparieren oder erneuern oder umgefallene mächtige Bäume wegsägen über Möglichkeiten und Zuständigkeit des Alpenvereins nun doch ein bisserl hinaus, das schieben wir der Gemeinde zu (Aschau, da wir auf deutschem Staatsgebiet sind). Ob die Wegweiser an sinnvoller Stelle stehen, vielleicht manchmal ganz fehlen oder auch schon mal widersprüchlich sind (die Arbeitsgebiete verschiedener Sektionen grenzen aneinander), kann aber erfaßt werden.
Völlig blind gegenüber dem üppigen Grün und Bunt sollte man aber trotz allem Arbeitseifer nicht werden: Akeleien gibt's in (fast) allen Farben: violett, blau, dunkel- und hellrot, rosa, weiß - vielleicht sind's alles dieselben, nur in unterschiedlichen Phasen; Sterndolden, Knabenkräuter, Tollkirsche, vereinzelt sogar Türkenbunde (aber noch "zu") - und die ersten strahlend roten Walderdbeeren der Saison, deren Leben wird aber leider nur noch kurz sein.