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Bergwanderungen in den Nockbergen

Meine letzte Führungstour für die Bergfreunde

01.10.2026

Eine schöne Wanderwoche in den spätsommerlichen Nockbergen

Für den ersten Tag habe ich eine gemütliche Wanderung im Maltatal vorgesehen. Wir trafen uns auf der Falleralm und fuhren mit dem Öffi-Bus bis zur Gmünder Hütte. Von dort machten wir einen Abstecher zum "Blauen Tumpf", das ist eine riesige Gumpe. Leider war der Weiterweg talauswärts zum Startpunkt nicht so schön wie erwartet da der Wanderweg wegen einer Brückensanierung gesperrt war und wir ein gutes Stück des Weges auf der Mautstraße zurücklegen mussten. Aber wir sahen dann doch noch einige schöne Wasserfälle und "Tumpfe". Nach der Wanderung fuhren wir zu unserer Unterkunft in Feld am See.

 

Am Montag starteten wir von unserem Thurnerhof in Feld am See dann richtig in die Nockberge. Wir ließen uns von der Brunnach-Seilbahn auf die Brunnachhöhe befordern. Von der Bergstation wanderten wir gemütlich los, wurden aber bald durch Vierbeiner aufgehalten. Erst nachdem Wilfried die Äpfelvorräte von Renate an zwei Pferde und einen Esel verfüttert hatte ging's weiter. Wir wanderten von dort über die „Rote Burg“ und über felsdurchsetzte Passagen auf ein Plateau über den Pfannseen. Dann war es nicht mehr weit bis zum Grat, der auf den Pfannnock (2.254 m) führte. Im Abstieg zurück zur Bergstation rasteten wir noch kurz an der Oswalder Bockhütte.

Am Dienstag wollten wir über eine Mautstraße auf eine Alm oberhalb des Millstätter Sees fahren und von dort eine Tour unternehmen. Wir mussten leider feststellen, dass die Straße gerade an diesem Tag gesperrt war. Wir entschieden uns kurzfristig unser Glück am Gr. Königsstuhl zu versuchen, den man von einem hohen Ausgangspunkt an der Nockalmstraße relativ gut erreichen kann. Die recht lange Anfahrt dahin, die auch noch durch Orientierungsprobleme verlängert wurde, führte aber schließlich zu unserem Entschluss bei Sturm und sehr kaltem Wetter auf diesen Gipfel zu verzichten. Wir fuhren die normalerweise schöne Nockalmstraße bis Ebene-Reichenau zu Ende und dann gleich weiter zum Afritzer See. Dieser See war schließlich unsere letzte Wanderoption und es war, anders als viel weiter oben, warm und windstill.

Um nicht wieder irgendwo umkehren zu müssen befragten wir unseren Wirt und das Internet. Was aber auch nichts half, denn die Kaiserburg-Bahn war am Mittwoch nicht in Betrieb. Wieder mussten wir uns eine Alternative suchen. Wir fanden eine Möglichkeit über eine Mautstraße die Rückseite der Kaiserburg zu erreichen. Diesmal waren wir aber vorsichtig und riefen auf der Feldpannalm an und erkundigten uns über die Öffnung der Mautstraße. Nach der positiven Auskunft fuhren wir auf einer Schotterstrecke zu dieser Alm. Wir wanderten auf schönen Wegen in Richtung Kaiserburg und waren beeindruckt von der Farbenpracht der Hänge, die wegen der vielen Preiselbeersträucher (Grant'n) rot leuchteten. Nach einer ausgiebigen Rast auf der Terrasse der unbewirtschafteten Kaiserburg bestiegen wir den Wöllaner Nock (2.145 m) und stiegen von dort zu unseren Autos ab. Der kurze Abstecher zur Rieser Hütte, wo wir gut bewirtet wurden, war etwas abenteuerlich, hat sich aber gelohnt.

Am Donnerstag war dann die Fahrt auf der Mautstraße zur Lammersdorfer Alm, die am Dienstag noch gesperrt war, möglich. Von der Alm wanderten wir auf guten Wegen, immer mit tollen Blicken auf den Millstätter See und die dahinter liegenden Berge, zum "Stana Mandl" (2.063 m) und weiter zum Granattor. Das Tor hat den Namen von den Granatvorkommen, die man ohne viel Mühe überall sehen kann. Es sind aber meist nur kleine Granateinschlüsse. Beeindruckender als die Halbedelsteine ist auf jeden Fall die fantastische Aussicht in die Julischen Alpen, die Dolomiten und die Hohen Tauern. Um unsere müden Knochen zu schonen sind wir in weiten Schleifen über Forstwege zur Lammersdorfer Hütte abgestiegen und haben uns dort noch abschließend gestärkt. 

 

 

Am letzten Tag unserer Wanderwoche haben wir das Bergwerk in Bad Bleiberg ("Terra Mystika") besichtigt. Den meisten von uns hat sicher die sehr rasante Rutschpartie gefallen. Die Führung zeigte uns die Entrwicklung des Bergbaus mit dem Abbau von Blei und Zink, der schließlich wegen zu geringer Ergiebigkeit geschlossen werden musste. Danach trennten sich unsere Wege. Der Ernst fuhr nach Hause in die Oststeiermark und Wilfried fuhr mit Renate, Bahram, Erwin und Horst zurück nach München.