Tourenleitung: Karin Reußwig
Teilnehmer: Horst, Sibylle, Wolfgang, Mirjam, Renate, Reinhard
Bilder: Wolfgang und Reinhard
Text: Reinhard
Eine neue Di-Mi-Do-Tourenleiterin, Karin Reußwig, ist "am Start" (da ist's schon nicht mehr so schlimm, wenn der Idealismus von "alten" Tourenleitern im Lauf der Zeit größere Mottenlöcher abgekriegt hat), und auch gleich mit Neuerungen: die Di-Mi-Do-Tour findet bereits am Montag statt. Die Gründe dafür sind aber andere: die Trauerfeier für unser verdientes Mitglied Ernst Högl am "Di" und das angesagte schlechte Wetter am "Mi" und "Do" - das ganz im Gegensatz zum "Mo". Und der U-Bahn-Streik hätte weitere alpine Schwierigkeiten aufgetürmt.
Sechs Teilnehmer wollten also die Verhältnisse an der Bodenschneid begutachten. In Giesing gab's noch Nebelreißen und Wolkensuppe, auf der ganzen Anfahrt auch, auf dem Parkplatz in Neuhaus (869 m) dann spiegelglattes Eis (zum Schlittschuhfahren sind wir nicht hergekommen), aber praktischerweise auch einen kaputten Parkautomaten (wir waren's nicht).
So konnten wir gleich losgehen, passend zu Olympia begann sozusagen der Eistanz, denn der einzige Ort, wo's noch weiß war (aber nicht von Schnee), war die Straße, rundum packten einen fast eher schon Frühlingsgefühle. Ob die Straße manchmal auch als Rodelbahn fungiert, wissen wir nicht, aktuell wäre es jedenfalls ein Himmelfahrtskommando, apere Abschnitte gab's außerdem. Die "Würfe" beim Eistanz blieben aber aus, mit (oder ohne) Grödeln kamen wir ganz kommod hinauf und beobachteten dabei hochzufrieden, wie die Wolken hinter uns im Tal blieben und einem Himmel von beispielloser Klarheit Platz machten, von keinem Wölkchen oder Kondensstreifen getrübt.
Die Raineralm (1257 m) bildet dann ja schon den Vorposten zu unserem ersten Ziel: eine ausgedehnte Straßenkurve weit oder eine Viertelstunde lang ist es noch bis zum Bodenschneidhaus (1353 m) und der gleich benachbarten Rettenbäckalm.